Sonntag, 5. Juli 2009
15:53 Uhr

Boulevard der Stars bei Nacht
Die Entscheidung ist gefallen: Berlin erhält einen „Boulevard der Stars“. Von kommendem Jahr an werden am Potsdamer Platz vorerst rund vierzig Sternchen für ihre Leistungen geehrt und im Rampenlicht einer Installation erstrahlen (siehe Foto rechts). Die Entwürfe sind ab Montag in der Deutschen Kinemathek zu sehen.
Das Konzept der Berliner Agenturen GRAFT und ART+COM, die den ersten Preis im Ideenwettbewerb gewonnen haben, geht weit über einen Roten Teppich für Filmschaffende hinaus. In der Online-Präsentation von GRAFT heißt es dazu: „Der Boulevard der (Film-) Stars bildet den Auftakt zu einem Grand Boulevard der Künste zwischen Potdamer Platz und Nationalgalerie. Vier Abschnitte entlang der Potsdamer Straße werden den Schaffensbereichen Film, Musik, Gestaltung und Bildende Kunst gewidmet.“ Im Namen der Jury sagte die Senatsbaudirektorin Regula Lüscher: „Der siegreiche Entwurf von GRAFT und ART+COM spielt sehr überzeugend mit den uns vertrauten Symbolen festlicher Inszenierungen des Filmschaffens – dem roten Teppich, Scheinwerferlicht, Sternen für die Stars – und bündelt diese auf eine geradezu selbstverständliche Weise zu einem permanenten Auftritt im Stadtraum.“
Ob die Pläne tatsächlich so faszinierend sind, davon darf sich jeder selbst ein Bild machen. Den Besuchern der Ausstellung, die am Montag, dem 6. Juli 2009 um 19 Uhr eröffnet wird, bietet sich zugleich ein guter Ausblick auf den künftigen Boulevard.
„Boulevard der Stars“ in der Deutschen Kinemathek — Museum für Film und Fernsehen, Potsdamer Straße 2, 10785 Berlin. Zu sehen sind die Entwürfe vom 7. bis 19. Juli. Der Eintritt ist frei.
Update 9. Juli 2009:
Der Boulevard der Stars ist ein interessantes Projekt, das inzwischen glücklicherweise von vielen Personen unterstützt wird. Allen voran Georgia Tornow, Geschäftsführerin der Boulevard der Stars gGmbH, die das Schlusswort bei der Eröffnung der Ausstellung hatte und es dabei als einzige Rednerin schaffte, die Leidenschaft für diese Idee zu zeigen. All jenen, die den Baubeginn nicht abwarten können, sei die Ausstellung empfohlen. Sie findet zwar auf kleinem Raum statt, vermittelt aber den Grundgedanken jedes Wettbewerbsbeitrags und steigert die Vorfreude noch ein wenig mehr.