Dienstag, 26. Juli 2011
21:14 Uhr
Rob Ager hat einmal in einer aufwendigen Detailarbeit die Architektur des Hotels in Kubricks „The Shining“ (1980) analysiert und zahlreiche räumliche Unmöglichkeiten aufgedeckt: Fenster im Gebäudeinneren, Türen zu Räumen, die gar nicht existieren können, überlappende Räume. Er interpretiert dies als absichtliche Fehler Kubricks, um dem Zuschauer ein Gefühl der Desorientierung im Hotel zu vermitteln und eine M.C. Escher–artige Verwirrung zu konstruieren.
Während ich persönlich einen Teil dieser „absichtlichen Fehler“ schlichtweg als normale Filmfehler interpretieren würde (etwa ob die Tür zum Kühlraum nun mit links oder rechts geöffnet wird), sind einige andere nicht von der Hand zu weisen, beispielsweise die merkwürdige Skalierung von Raum 237. Gleichgültig ob es nun Filmfehler oder subtile Effekte sind, die Analyse des Settings von „The Shining“ ist auf jeden Fall sehenswert.